So funktioniert es
Du musst nichts von Streaming verstehen.
Streaming klingt kompliziert und ist es an genau einer Stelle: dem Weg hinein. Den richtest du einmal ein, und der Rest läuft ohne dich. Diese Seite erklärt, was wo passiert. Du musst sie nicht lesen, um zu starten.
Fünf Wege hinein, ein Aufnahmepunkt
Wie du sendest, hängt von deiner Lage ab. Wo du ankommst, ist immer dasselbe: unser Aufnahmepunkt.
Wie du senden kannst
Du wählst je Stream beim Anlegen genau einen Weg. Er steht danach fest.
| Merkmal | Wofür gedacht | Das brauchst du | Bei schlechter Leitung |
|---|---|---|---|
| RTMP | Der Standard für Saal, Studio und Festnetz. | OBS, vMix, Wirecast oder ein Hardware-Encoder. Adresse und Schlüssel aus dem Portal. | Funktioniert, holt aber verlorene Pakete nicht nach. |
| SRT | Mobilfunk und Leitungen, die wackeln. | Ein Programm, das SRT kann. Die Adresse trägt die Passphrase schon in sich. | Holt verlorene Pakete nach. |
| WHIP | Kleinste Verzögerung schon beim Senden. | OBS in Version 30 oder neuer. | Gedacht für gute Leitungen. Bei einer wackelnden nimm SRT. |
| Browser | Eine Ansprache, eine Sitzung, ein Gast. | Ein Browser mit Kamera und Mikrofon. Den Bildschirm teilen geht nicht auf iPhone und iPad. | Hängt an deiner Leitung und deinem Gerät. Das Fenster muss offen bleiben. |
Ein Signal hinein, vier Wege hinaus
Was du sendest, wandeln wir für jeden Weg um. Der Weg hinein hat mit dem Weg hinaus nichts zu tun.
Ultra-Live gegen LL-HLS
Zwei Wege zum Zuschauer. Beide sind eingeschaltet, solange du nichts änderst. Der Player nimmt zuerst Ultra-Live und fällt auf LL-HLS zurück, wenn der schnelle Weg nicht zustande kommt. Je Stream kannst du einen der beiden abschalten.
| Merkmal | Ultra-Live (WebRTC) | LL-HLS |
|---|---|---|
| Verzögerung, gemessen | Median 0,15 bis 0,16 Sekunden. Neun von zehn Bildern in unter 0,23 Sekunden. | Median 3,0 bis 3,4 Sekunden. Alle Bilder in unter 3,9 Sekunden. |
| Wofür geeignet | Gespräche, Gäste vor der Kamera, alles, wo jemand mitreden soll. | Grosse Zuschauerzahlen und Übertragungen, bei denen niemand mitredet. |
| Stabilität | Kann hinter Firmen-Firewalls scheitern. Dann fällt der Player auf LL-HLS zurück. | Läuft überall, auch hinter Firmen-Firewalls. |
| Zurückspulen | Nicht möglich. Der Player wechselt dafür auf LL-HLS. | Möglich, wenn du Zurückspulen eingeschaltet hast. |
| Plätze | Je Tarif eigens begrenzt, weniger als die Gesamtzahl der Zuschauer. | Die Gesamtzahl der Zuschauer deines Tarifs. |
Wir haben beide Werte am 21.10.2026 am echten System gemessen, nicht geschätzt. Bedingungen: ein Testsender mit einem Bild von 640 mal 360 Punkten und 1,5 Megabit je Sekunde, ein Browser auf demselben Rechner (Chromium), 55 Millisekunden Ping zum Server, Standardeinstellungen. Gemessen wurde von der Erzeugung eines Bildes bis zu seiner Anzeige, je 800 bis 1700 Bilder in zwei Läufen. Bei einem Zuschauer mit schlechter Leitung ist es mehr. Es ist eine Messung mit einem Prüfsender, keine Zusage für deine Veranstaltung.
Was du selbst brauchst
Wenig. Das Meiste hast du vermutlich schon.
Eine Kamera
Von der Webcam bis zur Studiokamera. Alles, was dein Programm als Bildquelle sieht, geht. Für eine Sitzung reicht ein Notebook.
Ein Programm zum Senden
OBS ist kostenlos und der übliche Weg. vMix, Wirecast oder ein Hardware-Encoder gehen genauso. Oder gar keines, dann sendest du aus dem Browser.
Eine stabile Leitung nach oben
Nicht die Download-Geschwindigkeit zählt, sondern der Upload. Rechne mit etwa dem Doppelten deiner Bitrate, damit Luft bleibt.
Ton, der sitzt
Zuschauer verzeihen ein mässiges Bild und steigen bei schlechtem Ton aus. Ein Mikrofon nahe am Sprecher bringt mehr als eine bessere Kamera.
Welche Einstellungen passen
Für eine Sendung in 1080p bei 30 Bildern sind 4500 bis 6000 kbit/s ein guter Bereich. Für 720p reichen 2500 bis 3500. Mehr Bitrate heisst nicht automatisch besseres Bild, aber immer mehr Volumen, und das Volumen steht in deinem Tarif.
Setze das Schlüsselbild-Intervall auf zwei Sekunden. Davon hängt ab, wie schnell ein Zuschauer das Bild sieht, wenn er die Seite öffnet. Steht es auf zehn Sekunden, wartet er im schlechtesten Fall zehn Sekunden auf ein schwarzes Feld.
Wenn deine Leitung unterwegs liegt, etwa im Mobilfunk, nimm SRT statt RTMP. SRT holt verlorene Pakete nach, RTMP nicht. Im Festnetz ist der Unterschied meist nicht zu sehen, auf dem Feld schon.
Prüfe die Verbindung nicht erst zehn Minuten vor Beginn. Richte den Stream am Vortag ein und lass ihn kurz laufen. Das Portal zeigt dir, ob das Signal ankommt und mit welcher Bitrate, und du findest ein falsches Feld in Ruhe statt unter Druck.
Was wir übernehmen
Die Server, ihre Updates, die Zertifikate und die Last. Wenn mehr Zuschauer kommen als erwartet, ist das unser Problem, nicht deins, solange du in deinem Tarif bleibst. Über der Grenze deines Tarifs werden weitere Zuschauer abgewiesen.
Die Umwandlung in die Abspielwege, die Aufnahme, die Ablage der Dateien und die Verteilung an die Zuschauer. Auch die Überwachung: das Portal zeigt dir, ob dein Signal ankommt, bevor du es merkst.
Was bei dir bleibt: Kamera, Ton, Licht, die Person am Mischpult und die Entscheidung, was auf Sendung geht. Wir liefern die Leitung und die Technik dahinter, nicht die Produktion.
Einmal durchspielen, ohne Zahlungsdaten
Der Testzugang ist dafür gedacht: Stream anlegen, Encoder verbinden, Player einbetten. Er gilt sieben Tage und jede Sendung endet nach 10 Minuten, aber der Weg ist derselbe wie im bezahlten Tarif.
Preise und Testzugang ansehen